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Abstracts von Modellprojekten, die durch die Stiftung unterstützt werden

UMGANG MIT SCHUETZENSWERTEN BAUTEN DER 1950er-1970er JAHRE

Projekttitel:

Erdbebensicherheit typischer Stahlbetonbauten der 1950er-1970er Jahre


Projektleitung:

Prof. Dr. Katrin Beyer
Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL)
School of Architecture, Civil and Environmental Engineering (ENAC)
Earthquake Engineering and Structural Dynamics Laboratory (EESD)
Station 18
CH - 11015 Lausanne
Tel.: + 41 21 693 62 34
E-Mail: katrin.beyer@epfl.ch



Projektbeschrieb / Abstract:

Nicht nur in Ländern hoher Seismizität, wie zum Beispiel Neuseeland, Japan, Californien und Chile stellen Erdbeben eine signifikante Naturgefahr dar, sondern auch in Ländern mit moderater Seismizität. Die Schweiz weist auf einer globalen Skala eine niedrige bis moderate Seismizität auf. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) schätzt jedoch, dass in der Schweiz Erdbeben für ungefähr die Hälfte aller Risiken infolge Naturgefahren verantwortlich sind. Das Erdbebenrisiko ist daher nicht nur von der Häufigkeit und Magnitude der auftretenden Erdbeben bestimmt, sondern auch von der Verletzbarkeit der Strukturen und des exponierten Werts. Der exponierte Wert umfasst zum einen Gebäude und ihren Inhalt als auch die Personen, die bei einem Erdbebenfall zu Schaden kommen können. Der einzige gangbare Weg zur Reduktion des Erdbebenrisikos ist die Reduktion der Verletzbarkeit von tragenden und nicht-tragenden Strukturen. In der Schweiz wurden moderne Erdbebennormen erst 1989 eingeführt, die 2003 nach einer Neubewertung der Erdbebengefährdung noch einmal verschärft wurden. Gebäude aus den 1950er-1970er Jahren wurden gar nicht für Erdbeben bemessen; die einzigen horizontalen Kräfte, die bei der Bemessung berücksichtigt wurden, sind die Windkräfte. Für viele Wohngebäude entsprechen die damaligen Windkräfte nur einem Bruchteil der heutigen Erdbebenkräfte.

Als Folge weisen viele Gebäude, die vor 1970 gebaut wurden, aus heutiger Sicht Mängel hinsichtlich des Erdbebenverhaltens auf. Darüberhinaus gehen Baudenkmäler häufig in besonderem Masse infolge ihrer architektonischen Gestaltung an die Grenzen der Bautechnik und sind daher besonders anfällig für Schäden bei Erdbeben. Das Ziel dieses Projektes ist es, die Mängel und das daraus resultierende Erdbebenverhalten eines Gebäudetypus zu untersuchen, der ohne Berücksichtigung von Erdbebenlasten gebaut wurde. Der gewählte Gebäudetypus ist eine Stahlbetonstruktur, die mittels Stahlbetonwänden horizontal ausgesteift ist. Dieser Gebäudetyp wurde für Wohnblocks verwendet, wie sie in den 1970er Jahren vermehrt gebaut wurden. Gebäude dieser Art zeichnen sich häufig durch die folgenden Charakteristiken aus:

Um die Eingriffe an einem bestehenden Gebäude auf das notwendige Minimum zu reduzieren, braucht es Modelle für das Erdbebenverhalten der Gebäude, die deutlich weniger konservativ sind und das erwartete Verhalten besser als die vorhandenen Modelle für neue Gebäude erfassen. Das Ziel dieses Projektes ist es, Modelle zu entwickeln, die von Fachleuten in der Praxis angewendet werden können.


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Abstracts von Modellprojekten, die durch die Stiftung unterstützt werden


ENERGIE UND BAUDENKMAL


UMGANG MIT SCHUETZENSWERTEN BAUTEN DER 1950er-1970er JAHRE


BAULICHE VERDICHTUNG UND DENKMALPFLEGE


NATURWISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE IN DER DENKMALPFLEGE


Abstracts von Modellprojekten 2007 - 2010


Kompetenzverbund Konservierung


Projektergebnisse / Schlussberichte von Modellprojekten


Bildgebende Ramanmikroskopie als Schlüssel zur Herstellungstechnologie von Roman- und Portlandzementen des 19. Jahrhunderts: HKB, Hochschule der Künste, Bern


Centre Le Corbusier - Beiträge zum Instandsetzungskonzept: ETHZ/IDB


Patrimoine moderne, économie, énergie. Stratégies d'intervention pour les grands ensembles 1945 - 1975: EPFL/ENAC, Lausanne


Kriterien und Strategien zur Verdichtung von Siedlungsstrukturen der Nachkriegszeit: ZHAW/Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Institut Urban Landscape


Interdisziplinäre Studien der historischen Malschichten des Basler Münsters: SNM/Schweizerisches Nationalmuseum


Historische Holzverbindungen - Untersuchung des Trag- und Lastverformungsverhaltens von historischen Vollholzverbindungen und Erstellung eines Leitfadens für die Baupraxis: BFH/Fachhochschule Bern - Architektur, Holz & Bau


Bauliche Verdichtung und Denkmalpflege - Städtische Verdichtung und Energieverhalten bestehender Gebäude: SUPSI - University of Applied Sciences & Arts of Southern Switzerland


Die Gipse des 19. Jahrhunderts: IDB/ETHZ - Institut für Denkmalpflege und Bauforschung


Wasseraufnahmekoeffizienten historischer Aussenputze: Fachhochschule Bern - Architektur, Holz & Bau


MikroMass - Mikroinvasive Massnahmen zum verdichteten Umbau von Wohnbauten und -siedlungen: Hochschule Luzern - Technik & Architektur


Reproduktion von Bauten und Gebrauchsgegenständen durch 3D Aufnahmen und Rapid Prototyping: Berner Fachhochschule BFH, Architektur, Holz & Bau


4D-Dokumentation - Erschliessung von Untersuchungsergebnissen anhand virtueller 3D-Modelle und Visualisierung von historischen Zuständen unzugänglicher Bereiche für Wissenschaft und museale Vermittlung am Bsp. Ulrichskapelle Müstair: Hochschule der Künste, HKB/BFH, Bern


Leitfaden Fliessendes Grün: HSR, Hochschule Rapperswil. "Pflege und Wiederbepflanzung von Grünflächen des Organischen Städtebaus 1940 - 1970", HSR, Hochschule Rapperswil


Strategien im Bereich Energie und Baudenkmal für Denkmalpflegefachstellen: Konferenz der Schweizerischen Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger, KSD


Energetische und schalltechnische Sanierung von Wohngebäuden der 1950er bis 1970er Jahre: Berner Fachhochschule; Architektur, Holz & Bau


Seismic behaviour of existing reinforced concrete buildings with thin walls: EPFL/EESD, Lausanne


Energetische Sanierung historisch wertvoller Fenster: Fachhochschule Bern, Architektur, Holz & Bau


Optimierung energetischer Massnahmen an Gebäuden von historisch-architektonischem Wert - EnBau: Fachhochschule italienische Schweiz, SUPSI


REHAB, Rénovation et réhabilitation des bâtiments d'habitation du XIX et XX siècles: EPFL Lausanne, ENAC


Risikobasiertes Vorgehen bei der energetischen und klimaschutz-bedingten Verbesserung von hochwertigen Denkmalobjekten": ETH Zürich


Schutzverglasungen historischer Glasmalereien und Kunstverglasungen im Spannungsfeld von Denkmalpflege und energetischer Verbesserung von Baudenkmälern: Vitrocentre Romont; Schweizerischer Fachverband Glasmalerei; EMPA


Erneuerung von Innen - Eine integrale Massnahme zur Verbesserung des Energiehaushaltes von Baudenkmälern: Hochschule Luzern, Kompetenzzentrum Material, Struktur und Energie in Architektur


Materialien und Bauprodukte der Schweizer Architektur der Nachkriegszeit: ETHZ/IDB



Weitere Berichte zu denkmalpflegerischen Fragestellungen:

Link: http://www.idb.arch.ethz.ch/23-0-beratung-und-information.html