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Abstracts von Modellprojekten, die durch die Stiftung unterstützt werden

BAULICHE VERDICHTUNG UND DENKMALPFLEGE

Projekttitel:

Kriterien und Strategien zur Verdichtung von Siedlungsstrukturen der Nachkriegszeit


Projektleitung:

Prof. Dr. Stefan Kurath
ZFH für Architektur und Städtebau
Institut Urban Landscape
Tössfeldstrasse 11, Postfach
CH - 8401 Winterthur
Tel.: (+41) 078 746 67 58
E-Mail: stefan.kurath@zhaw.ch



Projektbeschrieb / Abstract:

Die innere Verdichtung von Stadtquartieren und Wohnsiedlungen der Nachkriegszeit (ca. 1945 – 1970) stellt die Denkmalpflege vor neue Herausforderungen. Neben den Bauten selbst sind es vor allem auch die städtebaulichen Anlagen, Freiraumsysteme und Erschliessungskonzepte, welche die Lebensweisen und das Ideengut dieser Zeit anschaulich verkörpern. Diese Strukturen drohen vielerorts im Zuge unkoordinierter Verdichtungs- und Erneuerungsoperationen schrittweise überschrieben zu werden.

Mit der Aufarbeitung und Bewertung erster exemplarischer Praxisbeispiele einer Verdichtung von Siedlungen der Nachkriegszeit schafft das Forschungsprojekt wichtige Grundlagen für den zukünftigen Umgang mit Siedlungen und Quartieren der Nachkriegszeit. Viele dieser Quartiere und Siedlungen sind wertvolle Zeugen für zeittypische, städtebauliche Dispositionen, Erschliessungssysteme und Freiraumkonzepte. Eine isolierte Unterschutzstellung einzelner Bauten wird dieser Ausgangslage nicht gerecht. Die wesentlichen Merkmale der ursprünglichen Anlagen wären anhand von einigen, aus dem Siedlungsganzen herausgelösten Objekten nicht länger verständlich. Damit wären auch die Lebensweisen und die charakteristischen, städtebaulich - architektonischen Auffassungen der Entstehungszeit nicht mehr nachvollziehbar.

Wo ganze Siedlungen oder Quartiere integral unter Schutz gestellt werden können, lassen sich natürlich auch die dazugehörigen Freiraum- und Erschliessungssysteme erhalten. In vielen Fällen scheitert dieser Ansatz jedoch am Zielkonflikt mit einem politisch breit abgestützten Willen zur Verdichtung gut erschlossener Wohnquartiere. Nicht selten sind zudem bereits Anpassungen der Bau- und Zonenordnungen erfolgt, so dass eine Verdichtung baurechtlich zulässig wäre und der Druck zum teilweisen oder kompletten Ersatz von Siedlungen oder ganzen Quartieren zunimmt. Stadtquartiere und Wohnsiedlungen aus der Nachkriegszeit stellen daher in Bezug auf den Denkmalschutz eine besondere Herausforderung dar.

Das wirkungsgeschichtliche orientierte Aufarbeiten und Bewerten exemplarischer Beispiele soll von der Beantwortung übergeordneter Fragen begleitet werden:


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Abstracts von Modellprojekten, die durch die Stiftung unterstützt werden


ENERGIE UND BAUDENKMAL


UMGANG MIT SCHUETZENSWERTEN BAUTEN DER 1950er-1970er JAHRE


BAULICHE VERDICHTUNG UND DENKMALPFLEGE


NATURWISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE IN DER DENKMALPFLEGE


Abstracts von Modellprojekten 2007 - 2010


Kompetenzverbund Konservierung


Projektergebnisse / Schlussberichte von Modellprojekten


Bildgebende Ramanmikroskopie als Schlüssel zur Herstellungstechnologie von Roman- und Portlandzementen des 19. Jahrhunderts: HKB, Hochschule der Künste, Bern


Centre Le Corbusier - Beiträge zum Instandsetzungskonzept: ETHZ/IDB


Patrimoine moderne, économie, énergie. Stratégies d'intervention pour les grands ensembles 1945 - 1975: EPFL/ENAC, Lausanne


Kriterien und Strategien zur Verdichtung von Siedlungsstrukturen der Nachkriegszeit: ZHAW/Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Institut Urban Landscape


Interdisziplinäre Studien der historischen Malschichten des Basler Münsters: SNM/Schweizerisches Nationalmuseum


Historische Holzverbindungen - Untersuchung des Trag- und Lastverformungsverhaltens von historischen Vollholzverbindungen und Erstellung eines Leitfadens für die Baupraxis: BFH/Fachhochschule Bern - Architektur, Holz & Bau


Bauliche Verdichtung und Denkmalpflege - Städtische Verdichtung und Energieverhalten bestehender Gebäude: SUPSI - University of Applied Sciences & Arts of Southern Switzerland


Die Gipse des 19. Jahrhunderts: IDB/ETHZ - Institut für Denkmalpflege und Bauforschung


Wasseraufnahmekoeffizienten historischer Aussenputze: Fachhochschule Bern - Architektur, Holz & Bau


MikroMass - Mikroinvasive Massnahmen zum verdichteten Umbau von Wohnbauten und -siedlungen: Hochschule Luzern - Technik & Architektur


Reproduktion von Bauten und Gebrauchsgegenständen durch 3D Aufnahmen und Rapid Prototyping: Berner Fachhochschule BFH, Architektur, Holz & Bau


4D-Dokumentation - Erschliessung von Untersuchungsergebnissen anhand virtueller 3D-Modelle und Visualisierung von historischen Zuständen unzugänglicher Bereiche für Wissenschaft und museale Vermittlung am Bsp. Ulrichskapelle Müstair: Hochschule der Künste, HKB/BFH, Bern


Leitfaden Fliessendes Grün: HSR, Hochschule Rapperswil. "Pflege und Wiederbepflanzung von Grünflächen des Organischen Städtebaus 1940 - 1970", HSR, Hochschule Rapperswil


Strategien im Bereich Energie und Baudenkmal für Denkmalpflegefachstellen: Konferenz der Schweizerischen Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger, KSD


Energetische und schalltechnische Sanierung von Wohngebäuden der 1950er bis 1970er Jahre: Berner Fachhochschule; Architektur, Holz & Bau


Seismic behaviour of existing reinforced concrete buildings with thin walls: EPFL/EESD, Lausanne


Energetische Sanierung historisch wertvoller Fenster: Fachhochschule Bern, Architektur, Holz & Bau


Optimierung energetischer Massnahmen an Gebäuden von historisch-architektonischem Wert - EnBau: Fachhochschule italienische Schweiz, SUPSI


REHAB, Rénovation et réhabilitation des bâtiments d'habitation du XIX et XX siècles: EPFL Lausanne, ENAC


Risikobasiertes Vorgehen bei der energetischen und klimaschutz-bedingten Verbesserung von hochwertigen Denkmalobjekten": ETH Zürich


Schutzverglasungen historischer Glasmalereien und Kunstverglasungen im Spannungsfeld von Denkmalpflege und energetischer Verbesserung von Baudenkmälern: Vitrocentre Romont; Schweizerischer Fachverband Glasmalerei; EMPA


Erneuerung von Innen - Eine integrale Massnahme zur Verbesserung des Energiehaushaltes von Baudenkmälern: Hochschule Luzern, Kompetenzzentrum Material, Struktur und Energie in Architektur


Materialien und Bauprodukte der Schweizer Architektur der Nachkriegszeit: ETHZ/IDB



Weitere Berichte zu denkmalpflegerischen Fragestellungen:

Link: http://www.idb.arch.ethz.ch/23-0-beratung-und-information.html