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Abstracts von Modellprojekten, die durch die Stiftung unterstützt werden

NATURWISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE IN DER DENKMALPFLEGE

Projekttitel:

Schweizerische Naturwerkstein: Bestimmung - Verfügbarkeit - Wert für die Denkmalpflege


Projektleitung:

Dr. Gilles D. Borel, Direktor, Musée cantonal de géologie de Lausanne
Dr. Stefano Zerbi, Professeur HES, hepia - Haute école du paysage d'ingénierie et d'architecture de Genève


Projektteilnehmer-in:

Dr. Denise Bussien Grosjean, Musée cantonal de géologie de Lausanne


Abstract:

Naturwerksteine sind wesentliche Bestandteile von Bauwerken und damit des architektonischen Erbes im weiteren Sinne. Dieses Erbe ist umso vielfältiger, je größer die Vielfalt der verwendeten Materialien ist. Innerhalb einer einzigen Gesteinsfamilie können die Unterschiede im Gefüge und in der Farbe schon sehr groß sein. Zuverlässige und genaue schriftliche Unterlagen über die verwendeten Naturwerksteine sind selten. Vorort ist das ungeübte Auge zwar durch die Farbe angezogen, doch erlaubt dies in der Regel nicht die Bestimmung des Gesteins. Aus diesem Grund sind der Einsatz und die Verwendung petrographischer und geologischer Unterscheidungskriterien notwendig, um den Gesteinsaufbau zu verstehen. Erst wenn ein Gestein eindeutig identifiziert ist, lassen sich Art und Weise sowie Massnahmen zu seiner Konservierung entwickeln.

Beim aktuellen Forschungsprojekt geht es um die Entwicklung eines Bestimmungsschlüssels für Naturwerksteine, wie sie in der Schweiz seit dem 18. Jahrhundert verwendet worden sind. Dieses Werkzeug kann von unterschiedlichen Akteuren des architektonischen Erbes bei der täglichen Arbeit verwendet werden. Es soll ihnen eine Hilfestellung zur besseren Kenntnis der Bausubstanz vermitteln. Damit trägt der Bestimmungsschlüssel auch zu einer Verbesserung bei der Planung der zur Konservierung vorgesehenen Massnahmen bei.

In den Naturwissenschaften gibt es zahlreiche Bestimmungsschlüssel. Sie gestatten im Gelände die Unterscheidung zweier Gegenstände. Bestimmungsschlüssel beruhen auf strukturellen Aussagen und Darstellungen. Je größer die Vielfalt dieser Darstellungen ist, desto zuverlässiger ist die Arbeit mit dem jeweiligen Bestimmungsschlüssel.

Die Handstücke aus den Gesteinssammlungen des Musée cantonal de géologie de Lausanne und der Schweizerischen Geotechnischen Kommission der ETHZ sind in ihrer Art jeweils einzigartig und werden als Grundlage für die bildhaften Darstellungen des Bestimmungsschlüssels dienen. Dadurch ist die Nachhaltigkeit der Arbeit gewährleistet; ferner ist bei Bedarf auch ein direkter Zugriff möglich. Als Teil des Kulturerbes erfahren diese Sammlungen durch das Forschungsvorhaben ausserdem eine zusätzliche Wertstellung.

Lausanne, den 16. Januar 2016


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Abstracts von Modellprojekten, die durch die Stiftung unterstützt werden


ENERGIE UND BAUDENKMAL


UMGANG MIT SCHUETZENSWERTEN BAUTEN DER 1950er-1970er JAHRE


BAULICHE VERDICHTUNG UND DENKMALPFLEGE


NATURWISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE IN DER DENKMALPFLEGE


Abstracts von Modellprojekten 2007 - 2010


Kompetenzverbund Konservierung


Projektergebnisse / Schlussberichte von Modellprojekten


Bildgebende Ramanmikroskopie als Schlüssel zur Herstellungstechnologie von Roman- und Portlandzementen des 19. Jahrhunderts: HKB, Hochschule der Künste, Bern


Centre Le Corbusier - Beiträge zum Instandsetzungskonzept: ETHZ/IDB


Patrimoine moderne, économie, énergie. Stratégies d'intervention pour les grands ensembles 1945 - 1975: EPFL/ENAC, Lausanne


Kriterien und Strategien zur Verdichtung von Siedlungsstrukturen der Nachkriegszeit: ZHAW/Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Institut Urban Landscape


Interdisziplinäre Studien der historischen Malschichten des Basler Münsters: SNM/Schweizerisches Nationalmuseum


Historische Holzverbindungen - Untersuchung des Trag- und Lastverformungsverhaltens von historischen Vollholzverbindungen und Erstellung eines Leitfadens für die Baupraxis: BFH/Fachhochschule Bern - Architektur, Holz & Bau


Bauliche Verdichtung und Denkmalpflege - Städtische Verdichtung und Energieverhalten bestehender Gebäude: SUPSI - University of Applied Sciences & Arts of Southern Switzerland


Die Gipse des 19. Jahrhunderts: IDB/ETHZ - Institut für Denkmalpflege und Bauforschung


Wasseraufnahmekoeffizienten historischer Aussenputze: Fachhochschule Bern - Architektur, Holz & Bau


MikroMass - Mikroinvasive Massnahmen zum verdichteten Umbau von Wohnbauten und -siedlungen: Hochschule Luzern - Technik & Architektur


Reproduktion von Bauten und Gebrauchsgegenständen durch 3D Aufnahmen und Rapid Prototyping: Berner Fachhochschule BFH, Architektur, Holz & Bau


4D-Dokumentation - Erschliessung von Untersuchungsergebnissen anhand virtueller 3D-Modelle und Visualisierung von historischen Zuständen unzugänglicher Bereiche für Wissenschaft und museale Vermittlung am Bsp. Ulrichskapelle Müstair: Hochschule der Künste, HKB/BFH, Bern


Leitfaden Fliessendes Grün: HSR, Hochschule Rapperswil. "Pflege und Wiederbepflanzung von Grünflächen des Organischen Städtebaus 1940 - 1970", HSR, Hochschule Rapperswil


Strategien im Bereich Energie und Baudenkmal für Denkmalpflegefachstellen: Konferenz der Schweizerischen Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger, KSD


Energetische und schalltechnische Sanierung von Wohngebäuden der 1950er bis 1970er Jahre: Berner Fachhochschule; Architektur, Holz & Bau


Seismic behaviour of existing reinforced concrete buildings with thin walls: EPFL/EESD, Lausanne


Energetische Sanierung historisch wertvoller Fenster: Fachhochschule Bern, Architektur, Holz & Bau


Optimierung energetischer Massnahmen an Gebäuden von historisch-architektonischem Wert - EnBau: Fachhochschule italienische Schweiz, SUPSI


REHAB, Rénovation et réhabilitation des bâtiments d'habitation du XIX et XX siècles: EPFL Lausanne, ENAC


Risikobasiertes Vorgehen bei der energetischen und klimaschutz-bedingten Verbesserung von hochwertigen Denkmalobjekten": ETH Zürich


Schutzverglasungen historischer Glasmalereien und Kunstverglasungen im Spannungsfeld von Denkmalpflege und energetischer Verbesserung von Baudenkmälern: Vitrocentre Romont; Schweizerischer Fachverband Glasmalerei; EMPA


Erneuerung von Innen - Eine integrale Massnahme zur Verbesserung des Energiehaushaltes von Baudenkmälern: Hochschule Luzern, Kompetenzzentrum Material, Struktur und Energie in Architektur


Materialien und Bauprodukte der Schweizer Architektur der Nachkriegszeit: ETHZ/IDB



Weitere Berichte zu denkmalpflegerischen Fragestellungen:

Link: http://www.idb.arch.ethz.ch/23-0-beratung-und-information.html